Rund ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei design112 engagiert sich ehrenamtlich in Feuerwehren oder Hilfsorganisationen. Die Spannbreite reicht dabei von der Feuerwehrfrau über den Sanitäter bis hin zur Rettungshundeführerin.
Auf entsprechend vielen Schreibtischen liegt ganz selbstverständlich der Funkmelder. Und wenn er auf geht ist es ebenso selbstverständlich, dass die entsprechende Kollegin oder der entsprechende Kollege jetzt »mal eben weg« ist. Was andernorts oftmals undenkbar wäre, ist hier durchaus gern gesehen.
Natürlich hat das auch etwas damit zu tun, dass hier nahezu ausschließlich die »Blaulichtbranche« bedient wird. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Sprache der Kundschaft sprechen und deren Anforderungen aus persönlichem Erleben kennen, wünscht sich doch jedes Unternehmen.
Gerade in dem Bereich, der der Firma einen Teil ihres Namens gab, profitiert design112 merklich vom ehrenamtlichen Background der Belegschaft. Kreationsleiter Manuel Golz, selbst seit vielen Jahren aktiver KITler, beschreibt das so: »Es ist für den Entwurf eines Fahrzeuges unglaublich wertvoll, wenn man Einsatzfahrten in unübersichtlicher Verkehrslage selbst kennt oder die Erfahrung hat, wie sich viele unterschiedliche und intensive Lichtquellen an einer nächtlichen Einsatzstelle auf die eigene Wahrnehmung auswirken.« Solches Wissen mache die Entwürfe besser und ermögliche es, Kundinnen und Kunden alternative Lösungen vorzuschlagen.
Das sei aber längst nicht der einzige Grund, warum design112 seine Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler so wertschätze, ergänzt Geschäftsführer Dirk Joeres: »Menschen aus Einsatzdiensten haben in der Regel verinnerlicht wie essenziell es ist im Team zu arbeiten, selbst verlässlich zu sein und sich genauso auf alle anderen Teammitglieder verlassen zu können.«
Solche »soft skills« trügen viel zur Qualität der Arbeit und zum guten Betriebsklima bei. Und auch jenseits von rein betrieblichen Überlegungen sei es ihm ein persönliches Anliegen das ehrenamtliche Engagement zu unterstützen und zu fördern: »Diese Arbeit, die die Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit vielen anderen in ihrer Freizeit leisten, ist so unglaublich wichtig. Wenn wir dazu als Unternehmen einen kleinen Beitrag leisten können, indem wir einfach nur ein bisschen flexibel sind – natürlich machen wir das.«
Der Alarmton der Melder wird also auch zukünftig zur normalen Geräuschkulisse bei design112 gehören. Genauso wie die Randgespräche über den gemeinsamen Einsatz letzte Nacht, an dem mal wieder unterschiedlichste Einheiten aus der gesamten Umgebung beteiligt waren oder auch der organisationsübergreifende fachliche Austausch auf dem »kurzen Dienstweg«. An manchen Tagen fühlt es sich tatsächlich so an, als sei man auf einer Wache gelandet – und weder Geschäftleitung noch Belegschaft würden es anders wollen.
Zwei unserer Mitarbeiter über ihr Ehrenamt:

Hannah Brunner
Auszubildende zur Mediengestalterin
Wo und als was?
Sanitäterin beim DRK
Seit wann?
Seit 2011 – angefangen beim Jugendrotkreuz und anschließend im SanZug.
Zeitaufwand?
Vor Beginn der Pandemie drei bis vier Tage im Monat, zuzüglich Sanitätsdienste. Im Moment leider eher weniger.
Warum machst du das?
Weil es mir Spaß macht und sich gut anfühlt, jemandem geholfen zu haben.
Bestes Erlebnis?
Sanitätsdienst am 1. Mai. Kommentar einer stark alkoholisierten Person: »Du siehst aus wie ein wunderschöner Engel.«
Welches Fahrzeug, das design112 für einen Kunden gestaltet hat, hättest du gerne für deine Einheit?
Für meinen OV einen kleinen GW – zum Beispiel einen wie wir ihn für die Feuerwehr Kassel gemacht haben – und für den KV das HELP-Mobil, eine mobile Arztpraxis des ÖRK Oberösterreich für Menschen ohne Versicherungsschutz.

Konstantin Staacks
Vertriebsleiter
Wo und als was?
Aktives Mitglied der Einsatzabteilung der Feuerwehr Runkel + Schadeck sowie Mitglied im Feuerwehrausschuss und der Technischen Einsatzleitung der Stadt Runkel.
Seit wann?
Seit 1994 in der Jugendfeuerwehr,
ab 2002 Mitglied der Einsatzabteilung
Zeitaufwand?
Lässt sich nicht pauschal sagen. Mal mehr, mal weniger.
Warum machst du das?
Es macht Spaß, als Team unvorhersehbare Ereignisse zu meistern, gepaart mit Technikaffinität und dem Gefühl etwas Gutes zu tun.
Bestes Erlebnis?
Da gibt es unzählige. Aber grundsätzlich das gute Gefühl nach einem Einsatz, wenn man jemandem in einer Notlage helfen konnte.
Welches Fahrzeug, das design112 für einen Kunden gestaltet hat, hättest du gerne für deine Einheit?
Da gibt es viele. Die Festlegung auf ein bestimmtes Fahrzeug ist schwierig. Aber generell würde ich jeden Unimog nehmen.