Neues Design- und Sicherheitskonzept für die Fahrzeuge der Feuerwehr Düsseldorf

Die Feuerwehr Düsseldorf beauftragte design112 mit der Entwicklung eines normgerechten und ausnahmegenehmigungskonformen Beklebungs- und Sicherheitskonzept für den Fuhrpark der Feuerwehr der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Bei der Entwicklung des Konzeptes wurde höchster Wert auf die Tages- und Nachtsichtbarkeit der Fahrzeuge gelegt, die Vorgabe war eine sichere und reduzierte Designbeklebung. Auch das Thema Ersatzteilversorgung im Schadenfall war Vorgabe bei der Umsetzung.

Die Grundfarbe der Einsatzfahrzeuge ist weiß, mittels passgenauen Flächen-Folierungssätzen in tagesleuchtrot (RAL 3026) wird die Tagsichtbarkeit der Fahrzeuge sichergestellt.

Zentrales Element: BERGISCHER LÖWE

Den hinteren Abschluss der seitlichen Fahrzeuggestaltung bildet ein in Fahrtrichtung blickender angeschnittener Bergischer Löwe.

Der Kontaktblock besteht aus einem stilisierten Telefonhörer und der Notrufnummer 112 sowie einer Unterzeile mit der Internetadresse der Feuerwehr Düsseldorf.

Die Konturmarkierungen erfolgen nach ECE-R 104 umlaufend durchgängig in einer Breite von 50 mm in weiß.

Das Heck wird gestaltet aus dem Kontaktblock, dem Hinweis „Rettungsgasse“, einer Heck-Warnmarkierung sowie einer Konturmarkierung.
Die Heck-Warnmarkierung auf Großfahrzeugen wird in einem 180-mm-Raster ausgeführt. Alle anderen Fahrzeuge erhalten eine Heck-Warnmarkierung in einem 100-mm-Raster.

Alle Vorgaben des neuen Design- und Sicherheitskonzept für die Fahrzeuge der Feuerwehr Düsseldorf sind in einem CI-Handbuch festgehalten.

Brandschutz 05/2012 – Designkonzeption und Sicherheit am Beispiel der Berufsfeuerwehr Wolfsburg

Auszug aus dem Bericht aus Brandschutz 05/2012

Designkonzeption und Sicherheit am Beispiel der Berufsfeuerwehr Wolfsburg

Das komplette Neudesign des Fuhrparks der BF Wolfsburg ist ein interessantes Praxisbeispiel dafür, wie Funktion und Form eine sicherheitssteigernde Wirkungskombination bilden können. Ausgehend von Vorgaben aus dem neu entwickelten Corporate Design der Stadt Wolfsburg wurde von uns in Gemeinschaftsarbeit mit den Verantwortlichen
ein einheitliches Konzept für den Fuhrpark entwickelt.
Designkonzeption und Sicherheit am Beispiel BF Wolfsburg
Als Grundlage für die Farbgebung diente die DIN 14502-3 und der dort empfohlene, wichtige Sicherheitsaspekt zur Steigerung der Tag- sowie Nachtsichtbarkeit von Einsatzfahrzeugen.
Bei der Außenfarbgebung entschied man sich zur Erhöhung der Tagsichtbarkeit
für eine Ausführung in Leuchthellrot RAL 3026 mittels Folienbeklebung.
Hierbei wurde normgerecht das Verhältnis von roter zur weißer Außenfläche (min. 75 % rot) unter grafischen Gesichtspunkten in das neue Design der Feuerwehr integriert. Die weißen Teilflächen, welche Bestandteil der neuen Wolfsburger Fahrzeug-CI sind, dienen
zusätzlich bewusst als Kontrastelemente zur fluoreszierenden Grundfarbe und tragen damit zur Steigerung der Wahrnehmbarkeit der Einsatzfahrzeuge am Tage erheblich bei.
Auch bei der Steigerung der Nachtsichtbarkeit orientierte man sich an die Empfehlungen der DIN sowie der ECE R 104, welche die Markierung
von LKW im Straßenverkehr regelt, und die seit Juli 2011 auch für LKW-Neuzulassungen
in Deutschland verbindlich anzuwenden ist. Entsprechend der Vorgaben aus dieser Norm und aus der ECE R 104 wurden die tagesleuchtroten Einsatzfahrzeuge mit weißer Konturmarkierung gem. ECE R 104 Rückstrahlklasse C markiert. An den Seiten wurde zusätzlich innerhalb der Konturmarkierung das in weiß aufgebrachte Design in retroreflektierender Folie Rückstrahlklasse E aufgebracht. So ist zum Beispiel das charakteristische Wolfsburger Wappentier in dieser retroreflektierenden Folie ausgeführt.
Diese besonderen Designelemente erhöhen zusätzlich die Nachtsichtbarkeit
der Fahrzeuge und dienen darüber hinaus, gezielt in Verbindung mit der Konturmarkierung ausgestaltet, als wirkungsvolle
Kontrastflächen zur Grundfarbe.
Bei der Absicherung der Fahrzeughecks orientierte man sich an den bestehenden Ausnahmegenehmigungen solcher Bundesländer, die eine Warnmarkierung nach französischem Vorbild bereits gestatten. Hierbei wird hochreflektierende, weiße Folie der Rückstrahlklasse C gem. ECE R 104 als Streifenmarkierung, von der Fahrzeugmitte aus schräg nach unten verlaufend im Winkel von 45°, abwechselnd als Kontrastfarbe zur Grundfarbe Leuchthellrot aufgebracht. Diese Markierung
gewährleistet bei Tag und Nacht die rechts- und linksvorbeiweisende
Sicherheitsfunktion einer derartigen Heckbeklebung.
Abgerundet wird die Heckabsicherung der Fahrzeuge durch das reflektierende
Design der Schriftzüge, Streifen und Erkennungsmerkmale,
sowie die obligatorische Konturmarkierung nach ECE R 104.
Text aus Brandschutz 05/2012

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